Reimer Boy Eilers im Vorwort: »Kindheit auf Helgoland in den 50er Jahren. Der Weltkrieg hatte die Insel in Trümmer gelegt. Was den Erwachsenen eine Quelle von Mühsal und Leid war, konnte für uns Kinder nur eine fantastische Welt zum Spielen sein. Es gab kein Fernsehen, keine Reinen aufs Festland, nur Groschenhefte und Bücher zwischen zwei Pappdeckeln, gerade genug Lesefutter für die Fantasie.
Helgoland, der winzige Felsen in der Nordsee, hat eine geradezu wilde Geschichte hinter sich. Engländer, Piraten, Dänen, der Berliner Kaiser, Hamburger Pfeffersäcke und Schleswiger Herzöge haben sich selber eingeladen und ihre Herrscherfüße auf die Insel gesetzt. Raffkes vom Festland haben den wunderschönen Kreidefelsen auf der Düne abgebaut, um Mörtel daraus zu gewinnen. Der Verlust dieses Kreidefelsens schmerzt mich heute noch, und wenigstens in meiner literatischen Fantasie möchte ich ihn wieder auferstehen lassen. Deshalb habe ich die nordfriesische Insel Hallund erfunden.
Wie das Meer Helgoland umspült, so habe ich mich von den Wellen in manchen Winkel der Erde treiben lassen. Mit siehzehn machte ich meine erste Schiffsreise: von Rotterdam nach New York. Und war glücklich, als ich ein Jahrspäter den Roten Felsen wiedersah ...«
ISBN 978-3-944459-47-9 / Hardcover / 232 S. / illustriert (auch als E-Book)